Hubert Kallwey war als Geschäftsführer der Bäuerlichen Bezugs- und Absatzgenossenschaft
(ab 1902), freier Handelsvertreter und Gastwirt ein recht erfolgreicher Geschäftsmann. Früh
besaß er bereits ein Telefon und ein Auto. Das Auto wurde über Batteriestrom angetrieben. Sohn Alfred Kallwey wurde 1957 zum Geschäftsführer der BBAG bestellt. Nach seiner Heirat mit Mathilde Kovermann übernahmen sie 1964 den Gaststättenbetrieb. Sie wurden hierbei von der Schwester und Schwägerin Margret Kallwey unterstützt. 1966 verlegt die Genossenschaft ihre Betriebsstätte an di e Ascheberger Straße. Nach dem
Abbruch der alten Lagerräume und des Saales wurde an der Neustraße ein Mehrfamilienhaus
errichtet. Die Gaststätte wurde 1984 umgebaut. Auf Grund des bestehenden Denkmalschutzes
konnten am Baukörper nur geringfügige Änderungen vorgenommen werden. Im Keller
wurde zusätzlich eine Kegelbahn eingerichtet.
Unter der Regie der Gastwirtin Mathilde Kallwey wurde das Haus bekannt für wohlschmeckende Wildspezialitäten und eine gute westfälische Küche.
Der letzte Generationswechsel vollzog sich 1989, als die jetzigen Besitzer Bernhard Kallwey
und Frau Annegret, geb. Becker, die Gaststätte übernahmen. 1986 - zu dieser Zeit noch
Pächter - haben sie nach 30 Jahren eine alte Tradition der Firma Kallwey wieder aufleben lassen indem von ihnen alle zwei Jahre im Wechsel mit dem Gastwirt Vollmer das Schützenfest ausgerichtet wird. Dazu wird ein Festzelt auf dem Parkplatz "Hölschers Kuhle" aufgebaut.

Gaststätte Kallwey - Neustraße 1 - 48308 Senden, Tel.: 02598/1393, E-Mail: Natza@kallwey.de